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Minen & Liegenschaften

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Malaysia

Malaysias Geologie

Malaysias Rohstoffe


In Malaysia sind landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche sowie mineralische Rohstoffe reichlich vorhanden. Hinsichtlich der Landwirtschaft ist Malaysia einer der Spitzenexporteure von Naturgummi und Palmöl, gemeinsam mit Schnitt- und Bauholz, Kakao, Pfeffer, Ananas und Tabak das Wachstum in diesem Sektor dominieren.

Zinn und Erdöl sind die beiden Rohstoffe, die für die malaysische Wirtschaft von größter Bedeutung sind. Malaysia war einst bis zum Zusammenbruch des Zinnmarktes Anfang der 1980er-Jahre der größte Zinnproduzent der Welt. Erdöl und Erdgas wurden nach Rückgang der Zinnproduktion zu den Hauptprodukten des Bergbausektors. Neben Zinn produziert Malaysia ebenfalls Kupfer, Bauxit, Gold und Ilmenit.

Malaysias zentraler Goldgürtel beherbergt den Großteil der Goldvorkommen auf der malaysischen Halbinsel, einschließlich der Goldminen Raub, Selinsing und Penjom im Bundesstaat Pahang. Der zentrale Goldgürtel zieht sich entlang des Rückgrats der malaysischen Halbinsel bis nach Thailand und beherbergt eine Anzahl tektonisch kontrollierter Quarzgänge in einer Abfolge alter und gefalteter Schiefer.

Ein Bericht des World Gold Council (WGC) aus dem Jahre 2001 führt Malaysia als eines jener Länder auf, die von einer Zunahme der Goldbergbauaktivitäten wesentlich profitieren könnten. Der WGC ist eine internationale Organisation, die von führenden Goldbergbaugesellschaften aus aller Welt zur Überwachung und kritischen Untersuchung der Entwicklungen auf dem Goldmarkt und zur Belebung der Goldnachfrage gegründet wurde.

Malaysia ist seit langem die Quelle von Gold gewesen, das von lokalen Goldschürfern gewonnen wurde. Der Goldbergbau durch lokale Goldschürfer im größeren Umfang begann Ende der 1890er-Jahre. In Malaysia kommt das Gold in erster Linie innerhalb der Goldgürtel oder Reefs, wie diese Zonen in Malaysia bezeichnet werden, vor. Diese Goldgürtel entstanden entlang Dehnungsbrüchen oder Scherzonen, die sich entlang von Subduktionszonen bildeten.

Die Dehnungszonen wurden anschließend mit hydrothermalen Quarzgängen gefüllt. Diese Goldgürtel schwanken in ihrer Länge und Breite zwischen 10 und 20 km und erstrecken sich entlang des gesamten Rückgrats der malaysischen Halbinsel und nach Norden bis nach Thailand, Kambodscha und Laos. Die Mächtigkeit der einzelnen Quarzgänge innerhalb der Goldgürtel schwankt zwischen einigen Zentimetern und 30 Metern.

Die einzelnen Gänge bestehen in erster Linie aus Quarz und können freies Gold, Pyrit, Arsenkies, Stibnit, Graphit und Bleiglanz enthalten. Fein eingesprengte Sulfide können im Nebengestein aufteten und die Goldvererzung kann sehr ausgedehnt sein. Ein großer Teil des Goldes im malaysischen Goldgürtel liegt entlang von Querbrüchen oder Scherzonen am Kontakt der oberen Serie von Metavulkaniten und der unteren Serie von Metasedimenten innerhalb der Quarzgangstrukturen.

Der Lagerstättentyp in dieser Gegend ist das mesothermale Golderzgang-Lagerstättenmodell, das weltweit beobachtet wird wie z.B. im Bendigo-Ballarat-Bezirk in Australien, im Mother-Lode-Bezirk in Kalifornien und im Meguma-Bezirk in Kanada. Diese Lagerstätten zeichnen sich oft durch eine beachtliche vertikale Ausdehnung und hochgradige Erztaschen aus. Eine andere Lagerstätte, die Ähnlichkeiten mit obigen Typ besitzt ist die Weltklasse-Mine Obuasi der Ashanti Goldfields Mining Ltd. in Ghana, die eine Ganggoldlagerstätte ist und seit mehreren hundert Jahren in Betrieb ist.